Tunnelanschlag
Es war eigentlich nur ein Kratzer, den der Bagger in der Wand hinterlassen hat. Doch der Tunnelanschlag durch Karin Roth, die Patin des Bauwerks und Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, war nur der symbolische Beginn der Arbeiten. Bei der Erstellung des Stadtbahntunnels werden die Mineure weniger zimperlich mit dem Gestein umgehen. „In den nächsten vier bis fünf Monaten werden wir rund um die Uhr am Tunnel arbeiten“, sagt Günther Heilmayer, der Technische Bereichsleiter Süd von der Firma Wayss & Freytag Ingenieurbau.
Sieben Jahre seien von der ersten Idee bis zumStart des Ausbaus vergangen, an dem sich der Bund zu 60 Prozent beteilige. Insgesamt würden sich die Kosten des Ausbaus auf 80 Millionen Euro belaufen, die – neben dem Teil des Bundes – zu je 20 Prozent durch das Land und durch die SSB getragen würden. Eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sei vor allem in Anbetracht der demografischen Entwicklung in dem vor 40 Jahren aufgesiedelten Stadtteil von entscheidender Bedeutung. Auch in Hinblick auf die Erweiterung des Gewerbegebiets Fasanenhof Ost, wo im Rahmen der EnBW-City 2500 Arbeitsplätze angesiedelt würden, sei es wichtig, die Verlängerung der Stadtbahnlinie in Angriff zu nehmen.
Von dem rund einen Kilometer langen Tunnelnel werden 370 Meter bergmännisch gebaut, der restliche Abschnitt erfolgt in offener Bauweise. Die Anwohner, von denen zahlreiche der Zeremonie sowie dem Gottesdienst zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute – der heiligen Barbara – beiwohnten, werden nur wenige Sprengungen im Untergrund ertragen müssen.


