Geschichte des Stadtteils Stuttgart Fasanenhof

Fasan 2

Wohnhochhaus Fasan 2

Architektur

Das 64 Meter hohe Wohnhaus, das nach den Plänen der Architekten Jäger und Müller entstanden ist, gliedert sich in zwei Trakte, umfaßt 22 Geschosse und 147 Ein bis Vierzimmerwohnungen. Die Bauzeit des Fasan 2 war von 1964 bis 1965 .Schnelles Erreichen der Gerschosse durch Aufzüge und kurze Querverbindungswege kennzeichnen das Sytem.

Bei den Wohnungen des neuen Hochhauses wurde der Versuch unternommen, durch abgesenkte Balkone die besonderen Vorzüge der vielgeschossigen Bauweise hervorzuheben, nämlich die weite Sicht, ohne den Nachbarn Einblick zu gewähren.

In einem Trakt sind jeweils zwei Wohnungen durch einen gemeinsamen Flur unabhängig vom allgemeinen Treppenhaus verbunden. Mit der Ausführung der Rohbauarbeiten hat die GEWOG die Firma Ludwig Bauer beauftragt und somit, wie schon im Hochhaus Fasan 1, dem von dieser Firma entwickelten Teilmontagebausystem den Vorzug gegeben.

Dabei wurden die geschoßhohen Sichtbeton-Fassadenplatten als widerstandsfähige Außenhaut im firmeneigenen Betonwerk hergestellt, auf die Baustelle gebracht und versetzt, sowie die Isolierung angebracht. Zur Herstellung der Außenwände sowie der gesamten tragenden Innenwände wurden Stahlschalungen eingesetzt, an Ort und Stelle die Wände und Decken bewehrt und betoniert, so das nach Spachtelung eine tapezier-und streichfähige Oberfläche vorhanden war.

Die Verankerung der Fertigteile mit den Ortbetonteilen erfolgte durch nicht rostenden Stahl. Die Tragwände sind gleichzeitig Wärmespeicher und gewährleisten somit eine gleichmäßige Raumtemperatur. Die Vorteile dieser Bauweise liegen in der langen Lebensdauer, Kostenverbilligung und Bauzeitverkürzung.

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