Geschichte des Stadtteils Stuttgart Fasanenhof

Fasanenhofschule

Fasanenhofschule

Als 1961 die ersten Familien im Fasanenhof einzogen, wurden Schüler und Lehrer in transportablen Schulpavillons untergebracht.

Die Entwicklung der Schule vollzog sich jetzt stürmisch. Täglich kamen, nach der jeweiligen Fertigstellung der Wohnungen, ganze Kinderscharen zur Anmeldung. Durchaus kam es vor das der Schulbeginn aus 20 Schülern bestand und zur Mittagszeit dann aus 45. Im Laufe der nächsten 2 Jahre wuchs die Schülerzahl auf über 1200 an.

Zu Ostern 1962 wurden alle Klassenstufen geführt, einschließlich eines Realschulzuges. In einem Pavillon am Ehrlichweg fand die Sonderschule mit zunächst 3 Klassen ihre Heimat. Kurz nach Ostern 1963 fand die Einweihung der inzwischen fertig gestellten Fasanenhofschule in der Turn und Versammlungshalle statt. Schulchor und Orchester eröffneten die festliche Veranstaltung mit der „Fasanenhofkantate“.

Trotz der neuen Schule bestand weiterhin Raummangel. An ein Umsetzen der Pavillons in andere Neubaugebiete war nicht zu denken. So erwies sich der Neubau einer Realschule in Möhringen beim Freibad als unumgänglich und der im Fasanenhof geführte Realschulzug fand dort seine endgültige Heimat. In die leer werdenden Räume der Pavillons am Bonhoefferweg zog die inzwischen stark angewachsene Sonderschule vom Ehrlichweg ein.

Die große Schülerzahl führte zu einer Trennung der Fasanenhofschule. Am Ehrlichweg entstand eine 12klassige reine Grundschule in den dortigen Pavillons. Sie erhielt den Namen Anne-Frank-Schule.

1970 wurde in der Fasanenhofschule ein Schulkindergarten eingerichtet der aber im Jahre 1975 aus räumlichen Gründen an den Ehrlichweg verlegt wurde.

Schon seit geraumer Zeit wurde die besondere Problematik eines Kinderreichen Stadtteils mit seiner besonderen sozialen Struktur von verschiedenen Gremien und Persönlichkeiten erkannt und diskutiert. Um im schulischen Bereich gezielt helfen zu können und bessere Chancen für die Fasanenhofschüler zu bieten, wurde das Modell einer Ganztagsschule entwickelt. Nach vielen Besprechungen und Beratungen auf verschiedenen Ebenen war dann der Umzug der Sonderschule der äußere Anlass zur Einrichtung der Ganztagsschule. Die beiden Pavillons wurden mit 8 Klassenräumen frei und boten so den zusätzlichen Raum, den eine Ganztagsschule für Betreuung und Freizeitaktivitäten benötigt. 1980 führte die sinkende Schülerzahl zur Auflösung der vorher selbstständigen Anne-Frank-Schule. Sie wurde als Außenstelle der Fasanenhofschule angegliedert und führt die Klassen 1bis 4 als Regelschule, während die Grundschulklassen der Fasanenhofschule ganztägig geführt werden.

Die Konzeption der Schule wurde überarbeitet und an die neuen Verhältnisse angepasst, die sich aus sinkenden Schülerzahlen, modernen Arbeitsgemeinschaften und den neuen Lehrplänen ergeben.

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